Leinöl – Wirkung, Anwendung und Dosierung

Leinöl als gesunde Ölalternative
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Redaktion
Geschrieben von Redaktion

Die Herstellung von Leinöl erfolgt aus Leinsamen. Hierbei wird das Öl aus dem Samen kalt herausgepresst. Das Öl verfügt über eine goldgelbe Farbe in seinem reinen Zustand. Das Leinöl wird hauptsächlich in der Küche für die Zubereitung von unterschiedlichsten Speisen und Gerichten verwendet. Das Öl ist mit einer leicht nussigen Geschmacksrichtung ausgestattet. Für die Zubereitung von Speisen solltest Du nur frisches Leinöl einsetzen, weil bei älterem Leinöl nicht mehr die nussige Geschmacksrichtung durchkommt und das Öl entfaltet dann einen etwas bitteren Beigeschmack. Das Leinöl wurde in früherer Zeit viel bei der Herstellung von Kosmetik und in der Küche verwendet. Bedingt dadurch, dass das Angebot von anderen Ölsorten (beispielsweise Olivenöl) immer mehr Anwender gefunden hat, ist der Einsatz von Leinöl zurück gegangen.

Die Herstellung

Wenn das Leinöl in der Küche Anwendung findet, verwendest Du hier kaltgepresstes Leinöl. Hierzu wird bei der Herstellung eine Schneckenwalze verwendet, damit das Öl während des Pressvorganges nicht zu stark erhitzt wird. Dabei entstehen Temperaturen bis zu 40 Grad. Auch gibt es Pressverfahren, bei denen dem Öl der Sauerstoff entzogen wird.

Die Öle, die kaltgepresst werden, sind qualitativ sehr hochwertig, weil während der Herstellung auch darauf zu achten ist, dass hierbei das Öl vor Lichteinflüssen geschützt wird.

Auch steht heiß gepresstes Leinöl zur Verfügung. Diese Ausführung ist jedoch nicht zur Verwendung für die Küche geeignet. Diese Version wird zur Weiterverarbeitung für industrielle Verwendung gefertigt. In früheren Jahren wurde diese Version auch als Schmiermittel, als Möbelpolitur oder als Bindemittel für die Ölfarben eingesetzt.
Leinöl wird auch ein alternatives Heilmittel benutzt.

Die Wirkung

Leinöl hat eine positive Wirkung auf den menschlichen Körper .Im Leinöl sind 3 Omega-Fettsäuren enthalten. Diese Fettsäuren sorgen bei Dir dafür, dass sich ein nicht zu hoher Cholesterinspiegel bildet. Durch die Senkung des Cholesterinspiegels wird die Gesundheit des Herzens verbessert.

Bedingt dadurch, dass sich beim Leinöl nicht bestimmte Fette in den Gefäßen ablagern, wird somit ein Herzinfarkt verhindert. Ebenfalls kannst Du mit Hilfe von Leinöl auch Dein Immunsystem durch die Omega 3 Fettsäuren stärken. Dadurch können Bakterien und Viren erfolgreicher abgewehrt werden.

Wenn Du in der Winterzeit erkältet bist, kannst Du durch die Einnahme von Leinöl hier eine gute Abwehrmöglichkeit aufbauen. Auch hilft Leinöl bei Menschen mit Diabetes. Hier kann Leinöl den Blutzuckerspiegel senken. Ebenfalls ist Leinöl gut für Deine Nieren. Auch besteht die Möglichkeit, dass durch die Einnahme von Leinöl Deine Haut von innen geschützt und, falls Verletzungen vorhanden, diese repariert wird.

Auch wirkt sich Leinöl positiv auf die Bekämpfung von Verstopfungen aus und kann die Funktionen des Darmes regulieren, dass auch Menschen, die unter einem chronischen Durchfall leiden, durch die Einnahme von Leinöl positive Auswirkungen erleben.

Die Anwendung

Für das Leinöl gibt es viele Einsatz- und Anwendungsgebiete. Zunächst ist Leinöl ein erstklassiges Speiseöl. Da Leinöl auch positive und somit gesundheitsfördernde Faktoren beinhaltet, ist es auch für Dich lohnend, hin und wieder das herkömmliche Pflanzenöl durch den Einsatz von Leinöl zu ersetzen. Dadurch kannst Du Dich gesünder ernähren, ohne dabei geschmackliche Einbußen hinnehmen zu müssen. Auch als Heilmittel ist Leinöl schon längere Zeit bekannt. Hier kannst Du Leinöl bei Beschwerden bei der Haut einsetzen. Wenn Du Hautrisse hast, kannst Du zum Beispiel Leinöl äußerlich anwenden.

Leinöl kann in dualer Form verwendet werden. Das bedeutet, dass Du Leinöl äußerlich auftragen oder es auch oral zu Dir nehmen kannst. Dadurch kannst Du auch die Haut von innen heraus heilen. Auch kannst Du trockene Haut gut mit Leinöl behandeln. Durch das Leinöl erhält die Haut diejenige Feuchtigkeit, die sie benötig,t und zudem entsteht durch das Leinöl ein Schutz vor Wetter und Wind. Leinöl befindet sich auch in einigen kosmetischen Produkten. Auch für die Herstellung von Gesichtsmasken ist Leinöl sehr gut geeignet und hilft auch bei Neurodermitis. Dabei wird das Leinöl auf die betroffene Stelle getröpfelt. Du kannst auch das Leinöl in das Badewasser geben. Durch diesen Einsatz wird die Haut elastischer und es lässt sich noch zusätzlich Juckreiz verhindern.

Leinöl hilft auch gegen Allergien. Bei allergischen Reaktionen schwellen die Schleimhäute häufig an. Wenn Du täglich einen Teelöffel Leinöl einnimmst, wird die Widerstandskraft der Schleimhäute verbessert und dadurch birgst Du gewissen Allergien vor oder kannst die Symptome verkleinern.

Da Leinöl sehr vielfältig eingesetzt werden kann, nochmals eine kurzer Überblick:

  • Hautrisse
  • trockene Haut
  • Neurodermitis sowie andere Hautkrankheiten
  • Allergien
  • Darm- und Magenprobleme (beispielsweise Verstopfung)
  • zur Senkung von Blutzucker
  • zur Senkung des Cholesterinspiegels
  •  zur Stärkung des Herzens
  • zur Stärkung des Immunsystems (Verwendung in Form von Ölziehen)

Einsatz bei der Holzpflege und bei Schuhen sowie bei Ölfarben
Hierbei ist es hilfreich, dass Tische sowie auch Schränke zur Holzpflege mit Leinöl eingerieben werden. Dadurch wird das Holz geschützt. Du kannst auch Leinöl zum Einreiben für die Schuhe verwenden. Dadurch halten die Schuhsohlen länger.Ebenfalls kannst Du Leinöl als Bindemittel für Ölfarben verwenden. Wenn die Ölfarbe austrocknet, kannst Du einfach einige Tropfen des Leinöles hinzugeben und die Farbe frischt wieder auf.

Einsatz als Tierfutter

Dabei wird Leinöl besonders beim Füttern der Pferde verwendet. Dadurch werden die Mähne und das Fell glänzender. Auch die Hufe haben eine robustere Ausführung.
Auch bei Haustieren kannst Du Leinöl als Nahrungsmittelzusatz einsetzen. Dabei reichen kleinere Mengen aus. Auch besteht die Möglichkeit, bei Hund oder Katze Leinöl äußerlich anzuwenden, indem man eine verletzte oder aufgeraute Stelle damit einmassiert.

Die Dosierung beim Einsatz in der kalten Küche

Leinöl als Omega 6 Lieferant

Leinöl gilt als Omega 6 Lieferant (c)Bigstockphoto.com/133702976/lubava84

Da Du Leinöl nicht erhitzen solltest, ist es sinnvoller bei warmen Speisen oder in der kalten Küche Leinöl hinterher zuzugeben. Somit bildet Leinöl auch eine gute Ergänzung zu Salaten, Müsli oder Bratkartoffeln oder auch zu den klassischen Pellkartoffeln, die mit Quark verzehrt werden. Auch kannst Du Leinöl im Sommer bei selbst gemachten Früchtezubereitung mit Joghurt oder bei einem selbst gemachten Eis einsetzen und verwenden. Wenn man Leinöl pur einnimmt, deckt ein täglicher Bedarf ca. 2 Esslöffel an Fettsäuren wie Omega 3 oder 6 ab.

Fazit

Da Leinöl bei einer Vielzahl von Wohlstandskrankheiten Linderung verspricht, darf eine solche Ölart in keinen auf die Gesundheit bedachten Haushalt fehlen. Es gibt gerade bei den Speisezubereitungen eine Vielzahl von Rezepten und Möglichkeiten, bei denen Du Leinöl ohne Probleme mit verwenden kannst und somit ist der tägliche Bedarf an Fettsäuren Omega 3 und 6 abgedeckt.

Weitere Infos zum Thema:

http://www.lein-oel.org/

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