Mehr Leistung im Training durch Moringa ?!

Moringa-Pflanze | (c) Bigstockphoto ID: 134445437 | Suradech Kongkiatpaiboon
Moringa-Pflanze | (c) Bigstockphoto ID: 134445437 | Suradech Kongkiatpaiboon
Redaktion
Geschrieben von Redaktion

Der lateinische Name für Moringa lautet „Moringa oleifera“. Man schätzte die heilenden Kräfte dieses Baumes schon vor mehr als 5.000 Jahren in Indien, wo diese als Baum des Lebens bekannte Pflanze in der ayurvedischen Heilkunst verwendet wurde. Der Baum stammt ursprünglich aus dem Himalaya-Gebirge. In Europa ist die Pflanze auch als Meerrettichbaum bekannt, nachdem er von den Engländern während der Kolonialzeit in Indien entdeckt wurde. Der Baum verträgt heißes und trockenes Klima und kommt neben Indien in Afrika, in den arabischen Ländern oder in Südostasien vor. Der Moringa Baum ist besonders wuchsfreudig: Innerhalb von 30 Tagen kann er bis zu 30 Zentimeter an Höhe zulegen und innerhalb eines Jahres bis zu vier Meter hoch wachsen. Die Engländer verwendeten in ihren Kolonien zuerst die Wurzeln des Baums. Sein Geruch und Geschmack ähnelt stark dem des Meerrettichs, davon wurde auch der Name abgeleitet. Die Moringa-Früchte sehen wie Bohnen aus und werden wie einfache Gemüse gegessen. Die Samen der Früchte werden gepresst, um wertvolles Öl zu gewinnen. Der Öl findet vielseitige Verwendung: Als Lebensmittelzutat, für die Produktion von verschiedenen Kosmetika, Salben, Seife, aber auch als Biodiesel oder Schmieröl. Der Baum beziehungsweise seine Samen haben außergewöhnliche Fähigkeiten: Zu Pulver zerrieben können sie das verunreinigte Trinkwasser filtern. Moringa-Pulver bindet nämlich die im verschmutzten Wasser befindlichen Schwebstoffe und Bakterien, sie sinken einfach zu Boden. Was übrig bleibt, ist sauberes, klares und gesundes Wasser.

Das Geheimnis steckt in den Blättern

Die Moringa-Blätter enthalten wichtige Nährstoffe | (c) Bigstockphoto ID: 112512422 | A K Choudhury

Die Moringa-Blätter enthalten wichtige Nährstoffe | (c) Bigstockphoto ID: 112512422 | A K Choudhury

Moringa-Baum ist eine außergewöhnliche Superpflanze. Kein anderes Gewächs beinhaltet mehr Nährstoffe als der Baum des Lebens. Die Nährstoffe kommen in besonders konzentrierter Form in den Blättern oder im Blattpulver vor. Erstaunlich ist vor allem die Anwesenheit der 18 (!) von 20 existierenden essenziellen Aminosäuren in den Baumblättern. Diese Aminosäuren sind für die lebensrelevanten Prozesse im menschlichen Körper unabdingbar: Sie regulieren den Sauerstofftransport im Körper, unterstützen die Konzentrationsfähigkeit und sind für viele wichtige Gehirnfunktionen verantwortlich. In den Moringa-Blättern fand man auch große Mengen an Antioxidantien, die für die Leistungsfähigkeit des Körpers und den Schutz vor freien Radikalen notwendig sind. Der ORAC-Wert („oxygen radical absorbance capacity“), mit dem man feststellen kann, wie gut die freien Radikale gehemmt werden können, ist bei Moringa-Baum um Einiges höher als bei allen anderen Pflanzen. In den Baumblättern entdeckten Wissenschaftler vor Kurzem hohe Mengen von Zeatin (ein Wachstumshormon). Die Blätter des Moringa-Baumes beinhalten bis zu 1.000 mal mehr Zeatin, als die anderen bekannten Pflanzen. Das erklärt die besonderen Wachstumsfähigkeiten dieses Baumes. Im menschlichen Körper spielt Zeatin eine andere Rolle. Der Wirkstoff ist eine Art Bote, der dafür verantwortlich ist, dass die wichtigen Nährstoffe des Moringa-Baumes von dem menschlichen Organismus optimal aufgenommen und verwertet werden können. Zeatin begünstigt auch die Regenerationsfähigkeiten des Menschen und wird von Wissenschaftler als Jungbrunnen-Hormon bezeichnet. Neben die beschriebenen Fähigkeiten ist Zeatin ein wirksames Mittel im Kampf gegen Hautschädigungen. Der Wirkstoff sorgt für ein jugendliches Aussehen der Haut, wirkt gegen Zellalterung und fördert die Eigenproduktion von Stoffen, die für eine junge und glatte Haut sorgen.

Moringa und Gesundheit

In den Blättern des Moringa-Baumes kommen über 90 verschiedene, gesunde Nährstoffe vor. Zu den wichtigsten Wirkstoffen, die in der Pflanze in großer Menge vorkommen, zählen unter anderem:

  1. Bor, Chrom und Mangan. Diese wichtigen Spurenelemente sind für die Gesundheit von hohem Wert. Dank Mangan werden die Gelenke und Knochen gut ausgebildet und gesund. Chrom sorgt für einen guten Stoffwechsel und spielt für Menschen, die unter Stress leiden, eine wichtige Rolle. Die Bedeutung von Bor wurde erst seit kurzer Zeit richtig eingeschätzt. Das Spurenelement ist essenziell bei dem Aufbau von Serin. Diese Aminosäure ist wiederum ein Bestandteil von fast allen Proteinen im Körper. Bor wird häufig bei Osteoporose eingesetzt, weil er für einen reibungslosen Kalzium- Magnesium und Phosphorhaushalt verantwortlich ist. Bor ist zudem ein hervorragender Antioxidant.
  2. Chlorophyll. Auf ein Kilogramm der Moringa-Blätter kommt etwa sieben Gramm Chlorophyll. In keiner anderen Pflanze findet man solch hohe Chlorophyllkonzentration. Der grüne Pflanzenfarbstoff ist lebenswichtig für ein gesundes Blut. In seiner Zusammensetzung entspricht Chlorophyll fast genau der Zusammensetzung von Hämoglobin (Blutfarbstoff). Neben Eisen ist Chlorophyll die wichtigste Substanz, die für Blutbildung verantwortlich ist. Chlorophyll ist ein guter Sauerstoffträger und optimiert die Sauerstoffversorgung im Blut. Davon profitieren der Stoffwechsel und das Abwehrsystem. Chlorophyll ist außerdem für seine entzündungshemmende Wirkung bekannt. Der grüne Pflanzenfarbstoff ist eine wertvolle Hilfe bei Infektionen und kann das Wachstum von Tumoren hemmen.
  3. Antioxidantien. Die sogenannten freien Radikale sind Gift für den menschlichen Körper. Darunter sind gewisse instabile Sauerstoffverbindungen gemeint, die ohne ein Elektron auskommen müssen. Das fehlenden Elektron holen sie sich einfach von den wichtigen Substanzen des menschlichen Organismus: von Hormonen, Proteinen oder vom genetischen Material. Damit fängt ein gefährlicher Kreis an. Die „ausgeraubten“ Substanzen versuchen nun, ihre Verluste bei anderen Körperstoffen auszugleichen, was besonders gefährlich sein kann. Zu einem fehlen dem Körper in diesem Fall die wichtigen Stoffe und die Körpersubstanz unterliegt einer Beschädigung. Des Weiteren bleiben schädliche, chemische Reste, was mit neuen Problemen verbunden ist. Diesen Vorgang nennt man in der Fachsprache „Oxidation“. Zum Glück gibt es Stoffe, die Oxidation verhindern können. Diese Stoffe (Antioxidantien) stellen den freien Radikalen ihre Elektronen zur Verfügung, so werden die Vitalstoffe des Körpers nicht angegriffen. Zu den bekanntesten Antioxidantien gehört Vitamin C, Vitamin E und eben Chlorophyll. In welchem Ausmaß ist eine Substanz in der Lage, freie Radikale zu fangen beziehungsweise unschädlich zu machen, wird mit einem ORAC-Test festgestellt. Einen guten Schutz gegen freie Radikale bieten 5.000 bis 7.000 ORAC-Einheiten pro Tag, die mit der Nahrung aufgenommen werden sollen. Dabei wird der ORAC-Wert von 100 Gramm bestimmter Lebensmitteln angegeben. 100 Gramm Himbeeren haben zum Beispiel einen ORAC-Wert von 2.000 bis 4.000 Einheiten. Die Goji-Beeren scheinen dabei mit 25.000 ORAC-Punkten fast uneinholbar zu sein. Moringa schlägt jedoch auch auf diesem Feld die anderen Lebensmittel und Pflanzen um Längen: 115.000 ORAC-Einheiten wurden beim Moringa-Baum gemessen, was ein absoluter Weltrekord ist.
  4. Polyphenole. Moringa enthält viele Polyphenole, die krebshemmend wirken. Noch vor Jahren waren die Polyphenole in vielen heimischen Gemüse- und Obstsorten enthalten. Heutzutage werden die Pflanzen auf riesigen Plantagen mit künstlichem Dünger gedüngt, was die Polyphenolbildung drastisch reduziert.   
  5. Protein. Für Veganer und Vegetarier ist Moringa ein wichtiger Eiweißlieferant, das in den Blättern des Baumes reichlich vorhanden ist (27g/100g).

So nährstoffreich ist Moringa

Man kann ohne Weiteres sagen, dass Moringa Baum ein wahrer Wunder der Natur ist. Die Pflanze hat vor den anderen Vertreter aus der Pflanzenwelt die Nase vorn, sie enthält bis zu >>>

1,5 x mehr essenzielle Aminosäuren als es in Eier vorkommt

1,5 x mehr Zink als in einem Schweineschnitzel

2 x mehr Ballaststoffe als im Weizen

2 x mehr Eiweiß als im Soja

2 x mehr Magnesium als Vollkornhirse

2,5 x mehr Karotin und 4 x mehr Vitamin A als in den Möhren

4,5 x mehr Vitamin E als in Weizenkeimlingen

6 x mehr Folsäure als Kopfsalat

6 x mehr Polyphenole als Rotwein

7 x mehr Vitamin B1 und B2 als im Hefe

7 x mehr Vitamin C als in Apfelsinen

15 x mehr Kalium als in Bananen

17 x mehr Kalzium als in frischer Milch

und 25 x mehr Eisen als im Spinat!

Moringa ist außerdem reich an ungesättigten Fettsäuren (darunter Omega 3, 6 und 9).

Wer profitiert besonders von Moringa?

(c) Bigstockphoto ID: 105121568 | viewapart

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Moringa oleifera ist für jeden geeignet, der sich gesund ernähren möchte und seinen Bedarf an Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen auf natürliche Weise decken will. In Ayurveda verwendet man Moringa schon seit Jahrhunderten gegen solche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Anämie, Hautunreinheiten und Entzündungen, Fieber oder Durchfall. Die Blätter liefern wichtige Nährstoffe bei Unterernährung oder unregelmäßigem Blutdruck. Sportler profitieren im besonderen Maß von den Vorteilen der Wunderpflanze. Das kommt vor allem durch die außergewöhnlich günstige Nährstoffzusammensetzung bei Moringa. Athleten schwitzen oft und viel während des Wettkampfs oder des Trainings und verlieren deswegen wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente, die sie auf natürliche Weise mit Moringa decken können. Mineralienmangel hat einen direkten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des Körpers, beim Unterangebot sinkt diese rapide. Diese für Sportler relevanten Mineralien sind Kalzium (Ca), Chlor (Cl), Kobalt (Co), Eisen (Fe), Fluor (F), Iod (I), Kalium (K), Kupfer (Cu), Mangan (Mn), Magnesium (Mg), Natrium (Na) Phosphor (P) und Zink (Zn). Noch wichtiger für Sportler sind jedoch die antioxidativen Fähigkeiten der Moringa-Pflanze. Bei körperlicher Aktivität kommt es nämlich zu vermehrter Produktion von freien Radikalen. Die Inhaltstoffe des Moringa-Baumes, vor allem die Polyphenole, reduzieren jedoch sehr effektiv den oxidativen Stress, was unter anderem zu mehr Leistung führt. Moringa ist für Sportler ein wichtiger Eiweißlieferant. Was nicht alle wissen: Den höchsten Eiweißbedarf haben nicht die Kraftsportler, wie man vermutet hätte, sondern die Ausdauersportler. Ein Triathlet benötigt beispielsweise pro Tag bis zu zwei Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht, bei einem Kraftsportler sind das bis zu 1,5 Gramm. Normale Fitness- und Freizeitsportler kommen problemlos mit 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht aus. Mit einem Eiweißgehalt von 27 Gramm pro 100 Gramm ist Moringa somit ein Spitzeneiweißlieferant unter den Pflanzen. Für Schwangere ist Moringa ebenfalls gut geeignet, weil die Pflanze ein gesundes Wachstum des ungeborenen Kindes unterstützt und die Milchproduktion der Frau ankurbelt. Die Muttermilch ist dank dem Verzehr von Moringa reichlich an Vitaminen und Spurenelementen. Auch für ältere Menschen liegen die Vorteile des Verzehrs von Moringa auf der Hand: Sie können bis ins hohe Alter vitaler und gesünder agieren und durch die enthaltenen Nährstoffe vielen Altersbeschwerden entgegenwirken.

Fazit

Für die Einnahme von Moringa sprechen ohne Frage die vielen Vitalstoffe, die diese Pflanze enthält. Über die Wirkung von Moringa gab es bis jetzt nur wenige wissenschaftliche Studien, aber die bisherigen Untersuchungen bestätigten nur die gesundheitsfördernde Wirkung dieser Wunderpflanze. Moringa kann bequem in Form von Kapseln, Tabletten oder Pulver eingenommen werden. Schon drei bis fünf Gramm des Pulvers pro Tag bringen die gewünschte Wirkung. Für die bestmöglichen Erfolge ist eine regelmäßige und kontinuierliche Einnahme notwendig.

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