Methylsulfonylmethan (MSM)

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Redaktion
Geschrieben von Redaktion

Bei Methylsulfonylmethan (abgekürzt: MSM) handelt es sich um einen Wirkstoff, den man in der Pflanzenwelt wie auch in lebenden Organismen findet. Mit unserer täglichen Nahrung nehmen wir pro Tag einige Milligramm dieser Substanz zu sich. Die Rolle des Methylsulfonylmethans ist für den menschlichen Körper sehr wichtig, vor allem in Bezug auf den Stoffwechsel. Ohne Schwefel, also ohne MSM, wäre die Synthese der Aminosäuren kaum möglich. Und Aminosäuren haben eine essenzielle Rolle für den Körper: Sie werden für den Aufbau von Proteinen benötigt und sind für den Stoffwechsel unverzichtbar. Die Proteinstrukturen werden dank MSM stabil. MSM besitzt viele positive Eigenschaften. Unter anderem wirkt Schwefel entzündungshemmend und hat eine schmerzstillende Wirkung. Das Immunsystem könnte ohne MSM nicht richtig funktionieren – Schwefel kommt in schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein, Methionin und Taurin vor und ist ein hervorragendes Antioxidans. Darüber hinaus kann man mit Schwefel allergische Symptome lindern. Schwefel kommt im menschlichen Körper vor, rund 0,2 Prozent des Körpergewichts macht MSM aus (das ist fünf Mal mehr als Magnesium und sogar vierzig Mal mehr als Eisen!). Trotz dieser Zahlen ist dieser Mineralstoff immer noch ziemlich unbekannt. Jeder ist sich dessen bewusst, dass man auf eine ausreichende Zufuhr von Eisen und Magnesium achten soll, allerdings nur wenige denken dabei an Schwefel.

Starkes Abwehrsystem dank MSM

Schwefel kommt in Hormonen und Enzymen vor, MSM ist auch ein wichtiger Bestandteil von Aminosäuren, wie beispielsweise Cystein, Methionin, Taurin. Beim Schwefelmangel ist die Synthese der benannten Aminosäuren gestört, was sich unmittelbar auf das Immunsystem auswirkt – die Abwehrkraft sinkt. Cystein ist ein wichtiger Bestandteil von Glutathion (ein leistungsstarker Fänger von freien Radikalen), das aus drei Aminosäuren besteht. Ohne Schwefel fehlt auch Glutathion, was das Immunsystem weiterhin schwächt. Schwefelhaltige Aminosäuren nehmen an Eiweißsynthese teil. Hierbei kommt es vor allem auf die Verbindungen zwischen zwei Schwefelteilchen – die Schwefelbrücken – an. Sie bilden die Enzym- und Eiweißstrukturen. Falls keine Schwefelbrücken mehr vorhanden sind, kommt es zu Veränderungen in den Strukturen der Enzyme und Eiweiße, was ihre biologische Aktivität negativ beeinflusst. Die schwefelhaltige Aminosäure Methionin ist unter anderem für den Transport des Spurenelementes Selen verantwortlich. Selen hat viele wichtige Funktionen im Körper: Es schützt vor freien Radikalen und sorgt für gesundes Bindegewebe, Gefäßwände und Augen. Bei Schwefelmangel kommt es auch zu Mangel an Methionin, was eine Anfälligkeit für Infektionen und Entzündungen mit sich bringt. Daran kann man erkennen, wie wichtig MSM für den menschlichen Körper ist.

Schwefelmangel und seine Symptome

Falls man auf seine Ernährung nicht achtet, kann es zu einem Schwefelmangel kommen.

Das erkennt man an den folgenden Symptomen:

  • Gelenkbeschwerden (wie Arthrose)
  • Depressionen und Stimmungsschwankungen
  • Haarausfall, brüchige Nägel
  • Bindegewebe verliert seine Flexibilität und wirkt schlaff
  • Durchblutungsstörungen uva.

In solchen Fällen sollte man eine zusätzliche Aufnahme von Schwefelpräparaten überdenken. Eine Supplementierung mit Schwefel wird bei folgenden Situationen empfohlen:

  • nicht ausbalancierte Ernährung
  • Schwefelmangel
  • Gelenkbeschwerden (wie Arthrose)
  • Rheuma
  • nach Sportverletzungen
  • bei Schmerzen
  • bei bestehenden Entzündungen
  • bei Allergien.

So hilft Methylsulfonylmethan

Organischer Schwefel wirkt sich außerdem in folgenden Bereichen positiv aus:

  1. Magen-Darm-Trakt. Dank Schwefel funktionieren alle Darmfunktionen reibungslos, weil MSM unter anderem für ein gesundes Darmmilieu sorgt. Schwefel reguliert außerdem den Säure-Basen-Haushalt im Magen und beugt Sodbrennen, Blähungen und Völlegefühl vor.
  2. Gelenke und Knorpel. Ohne gut funktionierendes Innenleben würden unsere Gelenke schnell verschleißen. MSM kommt in der Gelenkschmiere und in der Innenschicht der Gelenkkapseln vor. Ohne Schwefel würde das Gelenk rasch degenerieren. Schwefel schützt vor Gelenkentzündungen und verhindert einen Knorpelabbau.
  3. MSM und Gehirn. Das menschliche Gehirn könnte ohne sogenannte Neurotransmitter nicht funktionieren. Neurotransmitter sorgen für eine ungestörte Kommunikation zwischen den Nervenzellen. Diese Botenstoffe benötigen für den Aufbau Schwefel. Bei optimaler Versorgung mit MSM stehen dem Gehirn genügend Neurotransmitter zur Verfügung, was für eine sehr gute Konzentrationsfähigkeit sorgt. Der Mensch fühlt sich ausgeglichener, wacher und klar im Kopf.
  4. Schwefel und Sport. Auch Sportler profitieren von einer optimalen MSM-Versorgung. Die Vorteile für aktiven Menschen liegen auf der Hand:

– MSM reduziert den Muskelkater und Muskelschäden (die Zahl der Mikrotraumen in den Muskeln geht zurück)

– Schwefel stärkt die Abwehrkräfte

– schnellere Regeneration nach dem Training durch Reduktion des oxidativen Stresses

– MSM sorgt für gesündere Gelenke und Knorpel >> mehr Flexibilität und Gelenkigkeit

– sportbedingte Entzündungen werden besser neutralisiert

– lindert Gelenkschmerzen.

  1. Äußere und innere Schönheit. Die Energiebereitstellung auf zellulärer Ebene hängt auch von ausreichender Schwefelversorgung ab. Zusammen mit Vitamin B beschleunigt MSM den Stoffwechsel und sorgt damit für mehr Vitalität und ein besseres allgemeines Körperempfinden. Dank Schwefel wirkt die Haut viel zarter, das Haar ist gesund und die Nägel sind fest.
  2. Körperentgiftung mit Schwefel. MSM beteiligt sich aktiv an laufenden Entgiftungsprozessen im Körper, indem es die Leber unterstützt. Schwefel bindet verschiedene Umweltgifte sowie Tabakrauch und Alkohol, diese schädlichen Substanzen werden dann mit dem Urin ausgeschieden. Bei nicht ausreichender Schwefelversorgung werden die Gifte nicht mehr ausgeschieden, sondern im Körper gelagert. Das wiederum führt zu verschiedenen degenerativen Prozessen im Körper und zu Allergien. Der Alterungsprozess wird außerdem dadurch beschleunigt.

Fazit

Schwefel kommt im Körper in geringen Mengen vor, er ist aber an sehr vielen Funktionen im Körper beteiligt, die ohne MSM nicht mehr reibungslos ablaufen würden. Schwefelmangel kann schwere Folgen für den Organismus haben und ist genauso ernst zu nehmen wie ein Magnesium- oder Eisenmangel.

Mehr über MSM findest du unter http://www.methylsulfonylmethan.net/.

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