Stoffwechseldiät | Infos und Wochenplan

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Redaktion
Geschrieben von Redaktion

Alle Stoffwechseldiäten haben eines gemeinsam: Sie sollen den Energieverbrauch erhöhen und den Stoffwechsel beschleunigen. Im Allgemeinen erreicht man das durch eine Ernährungsumstellung: Die Kohlenhydrate werden aus dem Speiseplan größtenteils verbannt, dafür verzehrt man verstärkt Fette und Eiweiß. Begleitend sollte man viel Sport treiben und sich regelmäßig bewegen, was zusätzliche Kalorien schmelzen lässt und den Stoffwechsel auf Trab hält. Auf diese Weise versprechen manche Stoffwechseldiäten eine Gewichtsreduzierung von bis zu 10 Kilogramm innerhalb von wenigen Wochen. Das dürfte jedoch kein Wunder sein und ist auf die reduzierte Lebensmittelmenge während der Diät zurückzuführen. Um dem Jo-Jo-Effekt entgegenzuwirken, reicht es nicht, nur während einer Stoffwechseldiät auf die Ernährung und zugeführte Kalorien zu achten. Man soll dauerhaft seine Essgewohnheiten umstellen, um sein Wunschgewicht auf Dauer zu behalten. Darüber hinaus sollen Menschen, die an Diabetes oder Gicht leiden und nierenkrank sind, nur Ernährungspläne verwenden, die von Ernährungswissenschaftlern erstellt wurden und eine Diät nur nach Absprache mit ihrem Hausarzt anfangen.

So funktioniert der Stoffwechsel

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Stoffwechsel (Metabolismus) beinhaltet die einzelnen Schritte von der Nahrungsaufnahme, den Transport durch den Körper, die Verarbeitung und Verwertung der Nährstoffe bis hin bis zu ihrer Entsorgung. Daraus entsteht die Energie, die der Körper braucht, um überhaupt funktionsfähig zu bleiben. Jeder Körper ist anders und braucht unterschiedliche Energiemengen, um sein Grundfunktionen aufrechtzuerhalten. Das nennt man Grundumsatz. Auch wenn man sich nicht bewegt oder gar schläft, arbeitet der Stoffwechsel und verbraucht Energie. In der Regel gilt: Je höher der Grundumsatz, desto mehr Energie wird von dem Körper in dem Ruhestand verwertet und desto mehr Arbeit muss der Stoffwechsel leisten und schneller sein. Das ist eben das Ziel der Stoffwechseldiät – den Stoffwechsel auf Touren zu bringen. Unglücklicherweise passiert bei den meisten Diäten genau das Gegenteil, genau wie dann, wenn man hungert. Der Körper bekommt von außen weniger Nährstoffe zugeführt. Für den Körper ist das ein Alarmsignal: Er schaltet den Stoffwechsel auf Sparflamme um, der Grundumsatz wird gesenkt, der Stoffwechselofen wird immer langsamer, die Fettpolster bleiben geschont oder setzen ein. Auf der Waage kann man zwar einen leichten Gewichtsrückgang feststellen, allerdings ist das meistens nur Wasser oder leider die Muskelmasse.

Stoffwechseldiät: die Grundlagen

Darauf, wie schnell der Stoffwechsel arbeitet, haben wir meistens keinen Einfluss. Bei manchen Menschen ist der Stoffwechsel einfach schneller als bei anderen. Diese Personen können vom Glück reden: Sie verbrauchen schnell ihre Energie und bauen kein überflüssiges Gewicht auf. Die anderen müssen halt ihrem Stoffwechsel einen Schub geben, damit sich keine Fettablagerungen ansammeln beziehungsweise die bestehenden verschwinden. Es gibt verschiedene Arten der Stoffwechseldiäten. Zu den bekanntesten gehören die Max-Planck-Diät, die Blutgruppendiät und Metabolic Balance. Der Ernährungsplan einer Stoffwechseldiät sieht ähnlich aus wie der Speiseplan bei einer Low-Carb-Diät aus: Die Kohlenhydrate sind in beiden Fällen kaum zu finden. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Kohlenhydrate bestehen aus Zuckerkonstruktionen. Zucker hat einen unmittelbaren Einfluss auf die Blutzuckerschwankungen, nach der Kohlenhydrataufnahme steigt der sofort an, um dann wieder rapide zu sinken. Diese Schwankungen sind gefährlich und können zu Heißhungerattacken führen. Man verspürt Hunger, obwohl der Körper in diesem Moment mit Energie bestens versorgt ist. Die Folge ist die Gewichtszunahme.

Das darf man essen

Damit eine Stoffwechseldiät gut funktioniert, sollte man die Lebensmittel sorgfältig auswählen. Die folgenden Produkte sollten bei einer Stoffwechseldiät bevorzugt werden:

  1. Milchprodukte (Milch, Käse, Naturjoghurt)
  2. Gemüse (Sojabohnen, Grüne Bohnen, Auberginen, Tomaten, Artischocken, Gurken, Paprika)
  3. Getreideprodukte und Kartoffeln (Roggenvollkornbrot, Vollkornhaferflocken, Vollkornreis)
  4. Fleisch/Geflügel (Huhn, Eier, Rindfleisch und Schweinefleisch mager)
  5. Fisch (Karpfen, Hering, Dorsch, Sardine, Makrele, Aal, Lachs)
  6. Obst (Äpfel, Orangen, Grapefruit)
  7. Öle (Raps-, Leinsamen-, Oliven- und Wallnussöl)

Alle gesüßten Getränke und Süßigkeiten haben bei Stoffwechseldiät nichts verloren. Wegen Fruchtzucker soll auch Obst in Maßen verzehrt werden. Manchmal kann man doch von Heißhungerattacken heimgesucht werden. In diesem Fall sollte man den Körper austricksen, indem man

  • ein hart gekochtes Ei isst
  • ein Glas Wasser trinkt
  • eine halbe Becher Naturjoghurt zu sich nimmt
  • zwei Scheiben mageren Schinken isst
  • oder auf Rohkost – Karotte, Gurke – setzt.

Diese Snacks sind gesund, stillen den Heißhunger und lassen nicht zu, dass der Blutzuckerspiegel plötzlich nach oben schießt. Stoffwechseldiät bewirkt nicht nur einen gewissen Gewichtsverlust, sondern die Diät sollte auch dazu animieren, den Lebensstil langfristig umzustellen. Die alten Gewohnheiten sollten übers Bord geworfen werden. Zu große Portionen oder vor dem Fernseher naschen sollten der Vergangenheit gehören.

Stoffwechseldiät oder Stoffwechselkur?

Die beiden Termine sollte man nicht durcheinanderbringen, weil sie sich voneinander grundsätzlich unterscheiden. Eine Stoffwechselkur geht über 21 Tage und während dieser Zeit hält man sich an die Vorgaben einer normalen Stoffwechseldiät, zusätzlich unterstützt man den Stoffwechsel durch die Einnahme hochwertiger Vital- und Mineralstoffe. Auch homöopathische Mittel können ein Teil solcher Kur sein. Eine Stoffwechseldiät basiert alleine auf einer entsprechenden und auf Dauer durchgeführten Ernährungsumstellung.

So sieht eine Woche mit der Stoffwechseldiät aus:

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Ein wöchentlicher Speiseplan könnte bei der Stoffwechseldiät wie folgt aussehen:

  1. Tag:

Frühstück: Schwarzer Kaffee oder ungesüßter Tee

Mittagessen: Portion Spinat oder grüner Salat, dazu 2 gekochte Eier.

Abendessen: Fleisch (Steak oder Wurst), nicht paniert.

 

  1. Tag:

Frühstück: Kaffee schwarz und ein Brötchen (ohne Belag)

Mittagessen: Fleisch, Gemüsesalat und Obst

Abendessen: Fleisch, z.B. Geflügel

 

  1. Tag:

Frühstück: Schwarzer Kaffee, ein Brötchen ohne Belag

Mittagessen: 2 gekochte Eier, dazu ein Gemüsesalat

Abendessen: Fleisch + Gemüsesalat

 

  1. Tag:

Frühstück: Schwarzer Kaffee + ein Brötchen ohne Belag

Mittagessen: 1 gekochtes Ei, ein bisschen Käse und Gemüse

Abendessen: 1 Naturjogurt + Obst

 

  1. Tag:

Frühstück: Schwarzer Kaffee, etwas Gemüse und eine Zitrusfrucht, zum Beispiel eine Orange

Mittagessen: Fisch (z. B. Lachs oder Thunfisch (im eigenen Aufguss), grüner Salat oder Spinat.

Abendessen: Fleisch und Grüner Salat

 

  1. Tag:

Frühstück: Schwarzer Kaffee und ein Brötchen (ohne Belag)

Mittagessen: z.B. ein Steak

Abendessen: 2 gekochte Eier + Gemüse

 

  1. Tag:

Frühstück: Tee (ohne Zucker!) + eine Zitrusfrucht

Mittagessen: Fleisch + Spinat

Abendessen: Ab jetzt kann man eigentlich essen, worauf man wieder Lust hat – aber bitte in Maßen!

Vor- und Nachteile der Stoffwechseldiät

Das gehört zu den Vorteilen der Stoffwechseldiät:

  • bis zu 5 Kilogramm Gewichtsabnahme innerhalb von 2 Wochen möglich
  • der Speiseplan besteht überwiegend aus Produkten, die den Stoffwechsel ankurbeln
  • wenig Kohlenhydrate
  • man hilft mit der Diät, seinen Körper zu entschlacken und zu entgiften

Die Nachteile im Überblick:

  • wird die Ernährung nicht auf Dauer umgestellt, droht Jo-Jo-Effekt
  • auf Dauer ist diese Ernährungsweise zu einseitig und nicht gesund
  • hohe Eiweißaufnahme, die zu Nierenschäden führen kann
  • ein hohes Maß an Disziplin und Durchhaltevermögen wird dabei gefordert
  • Frühstück bringt dem Körper zu wenig Energie, um in den Tag zu starten

Fazit

Die Stoffwechseldiät kann beim Abnehmen helfen. Es kann gut funktionieren, wenn man schnell vor dem Urlaub ein Paar überflüssige Pfunde verlieren möchte, um eine Strandfigur zu haben. Auf Dauer ist jedoch ein Jo-Jo-Effekt nicht auszuschließen, wenn man seine Ernährung nicht dauerhaft umstellt. Es wurde bis jetzt nicht wissenschaftlich bewiesen, dass ein gleichmäßiger Blutzuckerspiegel die Gewichtsabnahme unterstützt. Damit wird auch, wissenschaftlich betrachtet, die Wirkung der Stoffwechseldiät infrage gestellt. Ob die Stoffwechseldiät den Stoffwechsel dauerhaft beschleunigt, weiß man auch nicht genau.

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